{"id":948,"date":"2020-06-23T10:00:18","date_gmt":"2020-06-23T09:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hilotherm.com\/?p=948"},"modified":"2024-07-26T19:23:27","modified_gmt":"2024-07-26T18:23:27","slug":"die-hilotherapy-vermeidung-der-chemotherapie-induzierten-polyneuropathie-cipn-durch-ein-neues-thermoheilverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hilotherm.com\/en\/die-hilotherapy-vermeidung-der-chemotherapie-induzierten-polyneuropathie-cipn-durch-ein-neues-thermoheilverfahren\/","title":{"rendered":"Leben Magazin | Die Hilotherapy: Vermeidung der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN)  durch ein neues Thermoheilverfahren"},"content":{"rendered":"<h1>Die Hilotherapy: Vermeidung der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) durch ein neues Thermoheilverfahren<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-952 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Dr-Schaper.png\" alt=\"\" width=\"117\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Dr-Schaper.png 248w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Dr-Schaper-133x150.png 133w\" sizes=\"auto, (max-width: 117px) 100vw, 117px\" \/><\/p>\n<p>Von Dr. rer. nat. Trudi Schaper<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht im Magazin &#8220;Leben&#8221;, Ausgabe 1\/2020<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Melanie W. hat ein aggressives, triple-negatives Mammakarzinom und muss mit einer Chemotherapie behandelt werden. Die Chemotherapie ist wohl die Therapie in der Behandlung von Krebserkrankungen, die von den Patientinnen am meisten gef\u00fcrchtet wird. Zun\u00e4chst ist es die Angst vor \u00dcbelkeit, Erbrechen, akuten Infektionen und Haarausfall, die im Vordergrund f\u00fcr die Patientinnen steht. Zuletzt ist es aber die Sorge vor der Entwicklung von schmerzhaften Nervensch\u00e4digungen an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, der sogenannten Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN), einer Langzeitkomplikation, die die Lebensqualit\u00e4t der Patientinnen auf lange Zeit oder irreversibel negativ beintr\u00e4chtigen kann.<\/p>\n<p>Zu Recht: Melanie hatte gerade ihre f\u00fcnfte taxan-platinhaltige Chemotherapie erhalten, als sie heftige Schmerzen, Brennen an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, Kribbeln und Taubheitsgef\u00fchl entwickelte. Ihre Sorge war gro\u00df, denn sie musste noch sieben weitere Infusionen durchhalten.<\/p>\n<h2><strong>Bleibende Sch\u00e4den<\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend sich die Patientinnen von vielen Nebenwirkungen nach Abschluss der Chemotherapie schnell erholen, handelt es sich bei der CIPN \u2013 der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie \u2013 oft um eine Langzeitkomplikation, die \u00fcber Jahre anh\u00e4lt und die Lebensqualit\u00e4t der Patientinnen ma\u00dfgeblich negativ beeinflusst. Sie geht einher mit Schmerzen, Brennen an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, Kribbeln und Sensibilit\u00e4tsverlust (Taubheitsgef\u00fchl), teilweise verbunden mit Problemen bei der Bewegungskoordination und dem Gleichgewicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Vordergrund stehen jedoch Missempfindungen und Schmerzen. In Zusammenhang mit entz\u00fcndlichen Hautreaktionen an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen tritt als Sonderform das sogenannte Hand-Fu\u00df-Syndrom auf. Die Beschwerden sind vielf\u00e4ltig: schmerzhafte R\u00f6tungen, Brennen, teilweise mit Hautabsch\u00fcrfungen, \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Schmerzempfinden und sp\u00e4ter auch Taubheitsgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Die CIPN tritt besonders bei Patientinnen auf, die mit taxanhaltigen Medikamenten, beispielsweise Paclitaxel behandelt werden. Aber auch andere Medikamente aus der Krebsbehandlung, wie Platinanaloga (Cisplatin, Oxaliplatin, seltener Carboplatin), Vinca-Alkaloide (vor allem Vincristin, seltener auch Vinorelbin) oder 5-Fluoropyrimiden (5-FU) k\u00f6nnen zu entsprechenden Auspr\u00e4gungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Beim Auftreten akuter Symptome w\u00e4hrend der Chemotherapie m\u00fcssen oft die Therapieintervalle verl\u00e4ngert, die Dosis reduziert oder im schlimmsten Fall sogar die Chemotherapie abgebrochen werden. Dies kann den langfristigen Therapieerfolg negativ beeinflussen. Die Problematik der Polyneuropathie ist offensichtlich.<\/p>\n<h2><strong>K\u00fchlung bringt Linderung<\/strong><\/h2>\n<p>Seit Oktober 2016 f\u00fchrt die Selbsthilfegruppe ISI e. V. \u2013 Internationale Senologie Initiative \u2013 ein Projekt durch, bei dem Brustkrebspatientinnen vorbeugend H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe w\u00e4hrend der Chemotherapie mit einem K\u00fchlger\u00e4t k\u00fchlen. Die Patientinnen werden nach jeder Chemotherapiegabe zu ihren Nebenwirkungen befragt. Die Ergebnisse werden dokumentiert und ausgewertet.<\/p>\n<p>Um in der Medizin unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen einer Therapie einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, bedient man sich der sogenannten Toxizit\u00e4tsgrade nach den Common Toxicity Criteria \u2013 CTC, gleich Allgemeine Toxizit\u00e4tskriterien.<\/p>\n<h2><strong>Abstufungen<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Grad 0<\/strong> besagt, dass keine Nebenwirkungen bestehen.<\/li>\n<li><strong>Grad 1<\/strong> beeinflusst das Alltagsleben der Patientin nicht. Ggf. werden erste Symptome der Polyneuropathie wie \u00dcberempfindlichkeit auf Reize und beginnendes Kribbeln an H\u00e4nden und\/oder F\u00fc\u00dfen beschrieben.<\/li>\n<li><strong>Grad 2 Es <\/strong>\u00a0kommen Brennen oder ein leichtes Taubheitsgef\u00fchl mit Empfindungsst\u00f6rungen hinzu. Es sind Beschwerden, die die Aktivit\u00e4ten der Patientin im t\u00e4glichen Leben beeintr\u00e4chtigen. Schon jetzt k\u00f6nnen einfache, feine motorische F\u00e4higkeiten, wie das \u00d6ffnen einer Wasserflasche oder das \u00d6ffnen von kleinen Kn\u00f6pfen an Hemden und Blusen, beeintr\u00e4chtigt oder gar unm\u00f6glich sein.<\/li>\n<li><strong>Grad 3 <\/strong>bedeutet eine weitere Steigerung der Behinderungen. Starke Schmerzen und\/oder ausgepr\u00e4gte Beschwerden machen es den Patientinnen unm\u00f6glich zu arbeiten oder Aktivit\u00e4ten des t\u00e4glichen Lebens auszuf\u00fchren. Die Unterscheidung zwischen K\u00e4lte und W\u00e4rme ist h\u00e4ufig kaum oder gar nicht mehr m\u00f6glich \u2013 Leitsymptome sind Taubheitsgef\u00fchl, Kribbeln und Schmerzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Die Hilotherapie<sup>\u00ae<\/sup><\/strong><\/h2>\n<p>Bei d<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-951 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Dr-Schaper-mit-Patientin-210x300.png\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" \/>er Hilotherapie<sup>\u00ae<\/sup> handelt es sich um ein computergesteuertes, gradgenaues Thermoheilverfahren. Das Ger\u00e4t ist ausgestattet mit Hand-\/Fu\u00dfmanschetten und ist mit demineralisiertem Wasser bef\u00fcllt. Es kann auf eine gradgenaue K\u00fchltemperatur eingestellt werden und erm\u00f6glicht eine kontinuierliche K\u00fchlung der Extremit\u00e4ten. Durch die K\u00fchlung ziehen sich die Nerven versorgenden Blutgef\u00e4\u00dfe zusammen (Vasokonstriktion) und die Durchblutung der Akren (H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, Finger- und Zehenspitzen) wird reduziert. Damit gelangen weniger toxische Substanzen an die Nervenendigungen in den Extremit\u00e4ten. Auch der Sauerstoffbedarf des Gewebes sowie der Stoffwechsel werden reduziert, und die Nerven an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen weniger verletzt. Dar\u00fcber hinaus vermindert sich der Austritt von Chemotherapeutika \u00fcber die Schwei\u00dfdr\u00fcsen (Reduktion der Entstehung des Hand-Fu\u00df-Syndroms) und Schmerzrezeptoren werden positiv beeinflusst.<\/p>\n<p>\u201ePatienten mit einer taxanhaltigen Chemotherapie nutzen bei uns die Hilotherapie<sup>\u00ae<\/sup> vorbeugend. Mit einer Temperatur von 10\u201312 \u00b0C werden H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe kontinuierlich 30 Minuten vor Beginn, w\u00e4hrend und bis 60 Minuten nach der Chemotherapie gek\u00fchlt. Die Patienten empfanden diese K\u00fchlung als wesentlich angenehmer als herk\u00f6mmliche K\u00e4ltetr\u00e4ger\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-344 alignright\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/chemo_care_hilotherm_geraet-2020-04-sq_0.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/chemo_care_hilotherm_geraet-2020-04-sq_0.jpg 602w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/chemo_care_hilotherm_geraet-2020-04-sq_0-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/chemo_care_hilotherm_geraet-2020-04-sq_0-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/chemo_care_hilotherm_geraet-2020-04-sq_0-600x600.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/strong><\/p>\n<h2><strong>Hilotherapieger\u00e4t ChemoCare mit Hand-Fu\u00df- Manschetten<\/strong><\/h2>\n<p>Verschiedene Praxen und Kliniken bedienen sich konventioneller K\u00e4ltetr\u00e4ger wie unter anderen Eishandschuhe und Eispads, um w\u00e4hrend der Chemotherapie H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe zu k\u00fchlen. Die aggressive K\u00e4lte von Eispads, die aus einer Gefriertruhe mit bis zu -20\u00b0C\u00a0\u00a0 kommen, ist f\u00fcr viele Patienten jedoch nicht tolerabel und gew\u00e4hrleistet keine kontinuierliche K\u00fchlung der H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe. Ebenfalls m\u00fcssen die K\u00e4ltetr\u00e4ger w\u00e4hrend der Therapie ausgetauscht werden, da sie die Temperatur nicht halten. Dies ist unpraktikabel f\u00fcr das Pflegepersonal.<\/p>\n<h2><strong>Die Ergebnisse<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eWir haben Daten von 172 Patientinnen ausgewertet. 130 Patientinnen entschieden sich f\u00fcr die prophylaktische, vorbeugende Anwendung des Thermoheilverfahrens (Abb. 1).<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-959\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Verteilung-Patientinnen-Ku\u0308hlung-300x192.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" \/>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Abb.1: Verteilung der Patientinnen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prim\u00e4re prophylaktische K\u00fchlung: <\/strong>vorbeugende K\u00fchlung von H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen mithilfe der Hilotherapie<sup>\u00ae <\/sup>w\u00e4hrend jeder Chemotherapie<br \/>\n<strong>Sekund\u00e4re K\u00fchlung:<\/strong> reaktive K\u00fchlung erst nach Auftreten erster Symptome von CIPN f\u00fcr alle restlichen Chemotherapiezyklen<br \/>\n<strong>Beobachtung:<\/strong> keine K\u00fchlung zu keiner Zeit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Patientinnen k\u00fchlten H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe bei jeder Chemotherapiebehandlung, beginnend mit der ersten taxanhaltigen Chemotherapie. Nur acht Patientinnen entwickelten kurzfristig Symptome der CIPN mit Schmerzen und Beeintr\u00e4chtigungen im Alltag (Grad 2), eine Patientin gab den Toxizit\u00e4tsgrad 3 an (Abb. 2). Da die Symptome nicht anhaltend waren, konnte die Chemotherapie mit geplanter Dosierung im geplanten Zeitintervall weitergef\u00fchrt werden. Vier Wochen nach der letzten Therapie reduzierte sich die Anzahl der Patientinnen mit einer Grad 2 Toxizit\u00e4t nochmals \u2013 jetzt gaben nur noch f\u00fcnf Patientinnen eine vor\u00fcbergehende Grad 2 Toxizit\u00e4t an, keine Patientin litt unter Grad 3 Symptomen (Abb. 2).\u201c<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-shop_single wp-image-953\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Nebenwirkungen-Hilotherapy-600x276.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Nebenwirkungen-Hilotherapy-600x276.png 600w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Nebenwirkungen-Hilotherapy.png 748w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Nebenwirkungen-Hilotherapy-250x115.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nAbb. 2: <\/strong><strong>Entwicklung der CIPN w\u00e4hrend der Chemotherapie<br \/>\n<\/strong>H\u00f6chster Grad der Nebenwirkungen: Auftreten von CIPN Symptomen trotz prophylaktischer Hilotherapie\u00ae<br \/>\nEnd of Treatment: Vier Wochen nach letzter Chemotherapiegabe<\/p>\n<p>\u201eZusammenfassend wurde beobachtet, dass von den Patientinnen, die das kontrollierte Thermoheilverfahren vorbeugend angewandt haben, 93 % ohne limitierende Symptome verblieben. Sie waren zu keiner Zeit in ihrem Alltag negativ beeintr\u00e4chtigt. Wir mussten bei keiner unserer Patientinnen eine Dosisreduktion vornehmen oder die Chemotherapie vorzeitig beenden. Vier Monate nach der letzten Chemotherapie waren bereits 98 % unserer Patientinnen ohne limitierende Symptome. Die Ergebnisse zeigen sich als nachhaltig: Sieben und zehn Monate nach Ende der Chemotherapie sind weiterhin 97\u201398 % unserer Patientinnen ohne Beschwerden (Abb. 3)\u201c.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-shop_single wp-image-957\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Prophylaktische-Hilotherapie-Langzeit-Follow-Up-600x291.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Prophylaktische-Hilotherapie-Langzeit-Follow-Up-600x291.png 600w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Prophylaktische-Hilotherapie-Langzeit-Follow-Up.png 710w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Prophylaktische-Hilotherapie-Langzeit-Follow-Up-250x121.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nAbb. 3: Langzeitentwicklung der CIPN nach Abschluss der Chemo- und prophylaktischen Hilotherapie<sup>\u00ae<\/sup><\/strong><\/p>\n<p><strong><sup>\u00a0<\/sup><\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-956\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Nebenwirkungen-Legende.png\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Nebenwirkungen-Legende.png 422w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Nebenwirkungen-Legende-250x83.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/p>\n<p>42 Patientinnen begannen ihre Chemotherapie ohne prophylaktische K\u00fchlung (Abb. 1).<\/p>\n<p>In dieser zweiten Gruppe konnte gezeigt werden, dass ohne kontrollierte, vorbeugende Hand-Fu\u00df-K\u00fchlung, 91 % der Patientinnen Symptome der CIPN entwickelten (Abb. 4).<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-shop_single wp-image-950\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Beginn-CIPN-ohne-prophylaktische-Ku\u0308hlung-600x284.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Beginn-CIPN-ohne-prophylaktische-Ku\u0308hlung-600x284.png 600w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Beginn-CIPN-ohne-prophylaktische-Ku\u0308hlung.png 718w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Beginn-CIPN-ohne-prophylaktische-Ku\u0308hlung-250x118.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nAbb. 4: \u00a0Entwicklung der CIPN ohne prophylaktische Hilotherapie<sup>\u00ae<br \/>\n<\/sup><\/strong>Ohne prophylaktische K\u00fchlung entwickelten 90 % der Patientinnen Symptome der CIPN: 34 % bereits im 1. Drittel, 37 % der Patientinnen im 2. Drittel und 29 % im 3. Drittel<\/p>\n<p>Diese Patientinnen k\u00fchlten nach Auftreten der Symptome ihre H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe (sekund\u00e4re, reaktive Hand-Fu\u00df-K\u00fchlung) f\u00fcr alle noch ausstehenden Chemotherapiezyklen und konnten sowohl ein Fortschreiten der Symptomatik verhindern, als auch eine Linderung erfahren (Abb.5 + 6).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-shop_single wp-image-955\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ho\u0308chster-Grad-der-CIPN-ohe-prophylaktische-Hilotherapie-600x341.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ho\u0308chster-Grad-der-CIPN-ohe-prophylaktische-Hilotherapie-600x341.png 600w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ho\u0308chster-Grad-der-CIPN-ohe-prophylaktische-Hilotherapie.png 700w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ho\u0308chster-Grad-der-CIPN-ohe-prophylaktische-Hilotherapie-250x142.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-shop_single wp-image-954\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Toxizita\u0308ten-wa\u0308hrend-der-relativen-sekunda\u0308ren-Hilotherapie-600x341.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Toxizita\u0308ten-wa\u0308hrend-der-relativen-sekunda\u0308ren-Hilotherapie-600x341.png 600w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Toxizita\u0308ten-wa\u0308hrend-der-relativen-sekunda\u0308ren-Hilotherapie.png 700w, https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Entwicklung-der-Toxizita\u0308ten-wa\u0308hrend-der-relativen-sekunda\u0308ren-Hilotherapie-250x142.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nAbb. 6: <\/strong><strong>Sekund\u00e4re, reaktive Hilotherapie<sup>\u00ae\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/sup><\/strong><\/p>\n<p>Der Einsatz der sekund\u00e4ren, reaktiven Hilotherapie nach Einsetzen der CIPN verhindert das fortschreiten der Symptome und lindert diese.<\/p>\n<p>Rund 200 Patientinnen nutzten bereits dank der Selbsthilfegruppe ISI e. V. die vorbeugende K\u00fchlung mittels des Thermoheilverfahrens. Schwere, nicht reversible Auspr\u00e4gungen der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) konnten vermieden werden. Die Langzeitprognose f\u00fcr viele Patientinnen mit einer Krebserkrankung hat sich durch viele innovative Therapiekonzepte in den letzten Jahren stark verbessert, daher sollte auch die Vermeidung schwerer Langzeitkomplikationen, die die Lebensqualit\u00e4t der Patientinnen stark beeinflussen, mehr in den Fokus gesetzt werden.<\/p>\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eErfreulicherweise h\u00f6ren immer mehr Patientinnen und auch behandelnde \u00c4rzte von dieser Methode und wenden sie an. Wir hoffen, dass die Therapie bald nicht nur in vielen Kliniken und Praxen angeboten wird, sondern dass sich auch bald die Krankenkassen an den anfallenden Kosten beteiligen werden, zumal die Anwendung f\u00fcr Patientinnen und Pflegepersonal so simpel ist\u201c.<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-958\" src=\"https:\/\/www.hilotherm.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Senologie-Logo.png\" alt=\"\" width=\"416\" height=\"100\" \/><br \/>\nDr. rer. nat. Trudi Schaper<br \/>\nLeiterin der Studienzentrale am Brustzentrum Luisenkrankenhaus, D\u00fcsseldorf<br \/>\nund Vorsitzende Internationale Senologie Initiative ISI e.V.<br \/>\n<a href=\"mailto:schaper@luisenkrankenhaus.de\">schaper@luisenkrankenhaus.de<\/a><br \/>\n0172-867 64 63<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hilotherapy: Vermeidung der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) durch ein neues Thermoheilverfahren Von Dr. rer. nat. 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